Indapamide
Indapamid ist ein thiazidartiges Diuretikum. Es wirkt am distalen Tubulus der Niere und vermindert die Rückresorption von Natrium und Wasser; zudem entspannt es die glatte Gefäßmuskulatur, sodass der Blutdruck stärker fällt, als es der Flüssigkeitsverlust allein erklären würde. Angewendet wird es bei Bluthochdruck und bei Flüssigkeitsansammlungen.
Die Einnahme ist mit oder ohne Nahrung möglich und erfolgt üblicherweise morgens, da eine spätere Einnahme bedeutet, zum Wasserlassen aufzuwachen. Die Verluste betreffen neben Wasser auch Kalium und Magnesium, daher werden Kalium und Natrium kontrolliert, ebenso Harnsäure, Glukose und Kreatinin, die diese Wirkstoffklasse verändern kann. Ein niedriger Kaliumspiegel macht das Herz empfindlicher gegenüber Digoxin, weshalb die Kombination engmaschig überwacht wird. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist wichtig, und die Haut wird empfindlicher gegenüber Sonnenlicht, sodass starke Sonne besser gemieden wird.
Muskelkrämpfe, ausgeprägte Schwäche, Herzklopfen, Verwirrtheit oder Ohnmacht können auf einen niedrigen Kalium- oder Natriumspiegel hinweisen und sind Gründe, ärztlichen Rat einzuholen. Dasselbe gilt für ein schmerzhaft geschwollenes Gelenk als Hinweis auf Gicht oder für Zeichen einer Austrocknung bei heißem Wetter oder einem Magen-Darm-Infekt.
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