Sumatriptan
Sumatriptan ist ein Triptan, ein selektiver Agonist an den Serotonin-5-HT1B/1D-Rezeptoren. Es verengt erweiterte kraniale Blutgefäße und dämpft die Freisetzung entzündlicher Neuropeptide aus den Endigungen des Trigeminusnervs, wodurch ein bereits begonnener Migräneanfall unterbrochen wird. Angewendet wird es bei Migräne, und zwar zur Behandlung des Anfalls, nicht zu dessen Vorbeugung.
Nahrung hat keinen Einfluss auf die Wirksamkeit, die Einnahme kann daher mit oder ohne Mahlzeit erfolgen; das Mittel ist jedoch ausschließlich für Anfälle bestimmt, und die Anzahl der Dosen pro Monat ist begrenzt — häufiger Gebrauch geht meist in einen Kopfschmerz bei Medikamentenübergebrauch über. Da die Wirkung an Serotoninrezeptoren ansetzt, besteht bei Kombination mit SSRI- und SNRI-Antidepressiva wie Sertralin, Escitalopram, Fluoxetin oder Venlafaxin das Risiko eines Serotoninüberschusses; die vollständige Medikamentenliste gehört deshalb zur verschreibenden Ärztin oder zum verschreibenden Arzt. Der Blutdruck kann außerdem kurzzeitig ansteigen, und bei unkontrolliertem Bluthochdruck sowie bei koronarer oder zerebrovaskulärer Erkrankung wird das Mittel nicht angewendet; es kann ein kurzes Engegefühl oder Schweregefühl in Brust, Hals oder Kiefer verursachen.
Engegefühl oder Schmerzen in der Brust, besonders wenn sie stark sind oder anhalten, erfordern ärztliche Abklärung und nicht eine weitere Dosis. Unruhe, Schüttelfrost, Fieber, Muskelzucken oder Herzrasen bei gleichzeitiger Einnahme eines Antidepressivums sowie Anfälle, die so häufig auftreten, dass die monatliche Höchstzahl erreicht wird, sind Gründe, ärztlichen Rat einzuholen.
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