Gliclazide
Gliclazid ist ein Sulfonylharnstoff, der die Betazellen der Bauchspeicheldrüse zu einer vermehrten Insulinfreisetzung anregt, was den Blutzucker senkt. Es wird bei Typ-2-Diabetes eingesetzt, meist dann, wenn Ernährung und Mittel der ersten Wahl allein nicht ausgereicht haben. Seine Wirkung setzt voraus, dass die Bauchspeicheldrüse noch Insulin produzieren kann.
Es wird morgens zu einer Mahlzeit eingenommen, und das Auslassen dieser Mahlzeit während der Wirkdauer der Tablette ist die mit Abstand häufigste Ursache dafür, dass der Blutzucker zu stark abfällt. Alkohol erhöht dieses Risiko zusätzlich und kann die Warnzeichen abschwächen, daher wird er gemieden. Betablocker wie Bisoprolol und Metoprolol können das Zittern und das Herzrasen verdecken, die eine Hypoglykämie sonst anzeigen, sodass Schwitzen und Verwirrtheit als verbleibende Hinweise bleiben. HbA1c zeigt den längerfristigen Verlauf, die tägliche Glukose zeigt, wie die Dosis in der Praxis sitzt, und das C-Peptid spiegelt wider, wie viel Insulin die Bauchspeicheldrüse noch bildet.
Wiederholte Episoden von Zittrigkeit, Schwitzen, Hunger oder Verwirrtheit, die nach dem Essen nachlassen, bedeuten, dass die Dosis nicht mehr passt und von einem Arzt überprüft werden sollte. Bewusstlosigkeit oder ein Krampfanfall sind ein Notfall, und anhaltend hohe Werte trotz Einnahme der Tablette sind ebenfalls ein Grund, einen Arzt aufzusuchen.
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