Empagliflozin

Empagliflozin

Antidiabetika Verschreibungspflichtig ATC-Code: A10BK03

Was es ist

Empagliflozin ist ein SGLT2-Hemmer. Es blockiert den Transporter, der Glukose in der Niere rückresorbiert, sodass überschüssiger Zucker mit dem Harn ausgeschieden wird, und der begleitende Verlust von Salz und Wasser senkt die kardiale Vorlast. Angewendet wird es bei Typ-2-Diabetes und außerdem bei Herzinsuffizienz, wo der Nutzen unabhängig vom Blutzucker besteht.

Übliche Dosis
10–25 mg
1× täglich
Zeiten
Beliebige Uhrzeit
Morgens

Anwendungsgebiet

  • Diabetes
  • Herzinsuffizienz

Was man während der Einnahme wissen sollte

Die Einnahme erfolgt einmal morgens, mit oder ohne Nahrung, da die Wirkung auf die Harnausscheidung während der Wachstunden leichter zu handhaben ist. Die Flüssigkeitszufuhr muss ausreichend bleiben, denn Dehydratation und niedriger Blutdruck sind das häufige Problem, und dies addiert sich zur Wirkung von Schleifendiuretika wie Furosemid oder Torasemid. Zucker im Harn begünstigt genitale Pilzinfektionen, weshalb die Genitalhygiene von Bedeutung ist; HbA1c und Glukose bilden die Wirkung auf den Diabetes ab, während Kreatinin und eGFR überwacht werden, weil die Nierenfunktion anfangs abfallen kann und weil eine niedrige Nierenfunktion die Blutzuckersenkung begrenzt.

Wann zum Arzt

Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, erschwerte Atmung oder ein ungewöhnlicher fruchtiger Atemgeruch können auf eine Ketoazidose hinweisen, auch wenn der Blutzucker nahezu normal ist, und erfordern umgehende ärztliche Behandlung. Genitale Schmerzen, Schwellung und Fieber, Schwindel beim Aufstehen oder ein starker Rückgang der Harnmenge sind ebenfalls Gründe, einen Arzt aufzusuchen.

Wissenswertes

  • Ausreichend Wasser trinken
  • Erhöht das Risiko genitaler Infektionen
  • Seltenes Risiko einer Ketoazidose

Wechselwirkung mit

Zu beobachtende Marker

Referenzinformationen, keine medizinische Beratung. Besprich jede Änderung mit deinem Arzt.