Valaciclovir
Valaciclovir ist ein Prodrug von Aciclovir: Der Körper wandelt es nach der Resorption um, sodass aus jeder Dosis mehr des aktiven Virostatikums in das Blut gelangt. Die aktive Form blockiert die virale DNA-Polymerase von Herpesviren und verhindert deren Vermehrung. Es wird bei Virusinfektionen angewendet, einschließlich Lippenherpes, Genitalherpes und Gürtelrose.
Die Einnahme kann mit oder ohne Mahlzeit erfolgen. Da eine größere Menge Aciclovir bereitgestellt wird, ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr von Bedeutung, denn das Arzneimittel wird über die Nieren ausgeschieden und kann dort bei Dehydratation auskristallisieren. Eine eingeschränkte Nierenfunktion erfordert Vorsicht und eine ärztlich festgelegte Dosisanpassung; Kreatinin und eGFR sind die Marker, die bei längeren oder wiederholten Behandlungszyklen verfolgt werden. Die Wirksamkeit ist am größten, wenn die Behandlung bei den ersten Symptomen begonnen wird.
Ein starker Rückgang der Urinmenge, Schwellungen oder neu auftretende Verwirrtheit, Schläfrigkeit oder Halluzinationen sind Gründe, umgehend ärztlichen Rat einzuholen, insbesondere bei bereits eingeschränkter Nierenfunktion. Ungewöhnliche Blutergüsse, Blutungen oder ein ausgedehnter Hautausschlag erfordern ebenfalls eine ärztliche Beurteilung.
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