Metamizole
Metamizol ist ein Analgetikum aus der Gruppe der Pyrazolone, das Schmerzen lindert und Fieber senkt, überwiegend über zentrale Mechanismen wirkt und zudem die glatte Muskulatur entspannt, was es bei kolikartigen oder krampfartigen Schmerzen nützlich macht. Anders als die klassischen entzündungshemmenden Mittel wirkt es kaum auf das entzündete Gewebe selbst. Sein arzneimittelrechtlicher Status ist von Land zu Land unterschiedlich. Es wird bei Schmerzen, Fieber und Krampf eingesetzt.
Die Einnahme kann mit oder ohne Nahrung erfolgen. Das bestimmende Risiko ist idiosynkratisch und nicht dosisabhängig: Metamizol kann die Bildung weißer Blutkörperchen im Knochenmark unterdrücken, und eine Agranulozytose kann zu jedem Zeitpunkt einer Behandlung auftreten, weshalb die Behandlung kurz gehalten wird und weshalb Leukozyten und absolute Neutrophile die verfolgten Marker sind. Dieser Vorgang ist nicht zu spüren; das erste Zeichen ist meist eine Infektion, die die geschwächte Abwehr nicht eindämmen kann.
Halsschmerzen, Geschwüre im Mund oder im Genitalbereich, Fieber oder Schüttelfrost während einer Behandlung müssen gemeldet werden und bedeuten: umgehend einen Arzt für ein Blutbild aufsuchen. Ausgeprägte Schwäche, ein Hautausschlag oder ein plötzlicher Blutdruckabfall mit Schwindelgefühl erfordern ebenfalls eine ärztliche Beurteilung.
Referenzinformationen, keine medizinische Beratung. Besprich jede Änderung mit deinem Arzt.