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Großes Blutbild

Leukozyten

Allgemeine Referenz: 4–9 10^9/L

Was er zeigt

Die Leukozytenzahl misst, wie viele Leukozyten in einem Blutvolumen zirkulieren. Diese Zellen sind der bewegliche Teil des Immunsystems: Sie bekämpfen Infektionen, räumen geschädigtes Gewebe ab und treiben entzündliche und allergische Reaktionen an. Die Zahl ist ein grober Indikator für die Immunaktivität und dafür, wie gut das Knochenmark diese Zellen bildet.

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Hohe und niedrige Werte

Ein erhöhter Wert spiegelt am häufigsten eine bestehende bakterielle Infektion oder einen anderen entzündlichen Prozess wider und steigt außerdem bei körperlicher Belastung, Gewebeschädigung und einer Behandlung mit Kortikosteroiden. Ein erniedrigter Wert findet sich bei einigen viralen Infektionen, bei bestimmten Autoimmunerkrankungen und bei unterdrücktem Knochenmark, auch als Reaktion auf bestimmte Arzneimittel. Beide Richtungen beschreiben Aktivität und keine benannte Krankheit, und ein Wert außerhalb des üblichen Bereichs ist ein Grund für eine Kontrollbestimmung und eine ärztliche Beurteilung.

Was das Ergebnis beeinflusst

Die Zahl schwankt im Tagesverlauf und steigt vorübergehend nach starker körperlicher Belastung, einer großen Mahlzeit, Rauchen oder akutem emotionalem Stress an, sodass der Zeitpunkt der Blutentnahme eine Rolle spielt; eine Schwangerschaft erhöht sie über den gesamten Verlauf hinweg und verschiebt damit den anzuwendenden Bereich. Mehrere Arzneimittel werden gezielt über diese Untersuchung überwacht, darunter Metamizol, Thiamazol, Sulfamethoxazol/Trimethoprim, Metronidazol, Terbinafin und Mirtazapin. Gelesen wird sie zusammen mit dem Differenzialblutbild, insbesondere den absoluten Werten für Neutrophile und Lymphozyten, da die Gesamtzahl wenig darüber aussagt, welche Population sich verändert hat.

Referenzbereiche sind allgemeine Erwachsenenwerte und hängen von Labor, Testmethode, Alter und Geschlecht ab. Zur Orientierung, nicht zur Diagnose — besprechen Sie die Ergebnisse mit Ihrem Arzt.