Zinc
Zink ist ein essenzielles Spurenelement, das der Körper nicht selbst bilden kann und über die Nahrung oder über Nahrungsergänzungsmittel aufnimmt. Es wirkt als Kofaktor für Hunderte von Enzymen, die an der DNA-Synthese, der Wundheilung, der Erneuerung der Haut und der Reifung von Immunzellen beteiligt sind. Präparate werden vor allem eingesetzt, um einen Mangel auszugleichen oder zu verhüten, und werden außerdem zur Immununterstützung und für die Haut eingenommen.
Zink wird zum Essen eingenommen, vor allem weil es den leeren Magen reizt und Übelkeit auslösen kann. Es konkurriert mit Eisen um die Aufnahme, sodass bei gleichzeitiger Einnahme von Eisen(II)-sulfat und Zink von beidem weniger aufgenommen wird, und es bindet Antibiotika aus der Gruppe der Tetracycline und Fluorchinolone wie Doxycyclin und Ciprofloxacin zu Komplexen, die unresorbiert passieren, weshalb diese zeitlich vom Zink getrennt werden. Der wichtigste Grund, eine hohe Zufuhr nicht unbegrenzt fortzuführen, ist Kupfer: Zink und Kupfer teilen sich einen Aufnahmeweg, und eine anhaltend hohe Zinkzufuhr senkt unbemerkt den Kupferspiegel, was wiederum die Bildung der roten Blutkörperchen beeinträchtigt.
Anhaltende Übelkeit oder Magenschmerzen, die nicht abklingen, wenn das Präparat zum Essen eingenommen wird, oder neu auftretende Müdigkeit, Blässe oder Taubheitsgefühl und Kribbeln nach Monaten hoher Zufuhr sind Gründe, ärztlichen Rat einzuholen, statt auf gut Glück nachzujustieren. Wer Doxycyclin, Ciprofloxacin oder verordnetes Eisen einnimmt, sollte ärztlich oder in der Apotheke klären lassen, wie die Einnahmen zeitlich zu verteilen sind.
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