Progesterone
Progesteron ist identisch mit dem Hormon, das der Eierstock nach dem Eisprung produziert, und wirkt an Progesteronrezeptoren, um der Wirkung des Östrogens auf die Gebärmutterschleimhaut entgegenzuwirken. In der Wechseljahrestherapie wird es zusammen mit Östrogen gegeben, um diese Schleimhaut zu schützen, und es wird auch bei zyklusbezogenen Indikationen eingesetzt.
Die Einnahme erfolgt vor dem Schlafengehen, und dieser Zeitpunkt ist bewusst gewählt und nicht beliebig: Progesteron wird zu Verbindungen verstoffwechselt, die auf das Gehirn ähnlich wirken wie ein Beruhigungsmittel, sodass es verlässlich Müdigkeit verursacht, und die Einnahme am Abend macht daraus einen Vorteil. Schwindel und ein katerartiges, verlangsamtes Gefühl am nächsten Morgen sind möglich, weshalb beim Autofahren oder Bedienen von Maschinen Vorsicht geboten ist, bis die Wirkung bekannt ist. Alkohol und andere sedierende Arzneimittel verstärken sie zusätzlich.
Müdigkeit, die bis weit in den Tag hinein anhält, starker Schwindel oder unerwartete vaginale Blutungen sind Gründe, ärztlichen Rat einzuholen, statt eigenständig etwas zu verändern.
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