Ivabradine
Ivabradin verlangsamt den Herzschlag durch Hemmung des If-Stroms im Sinusknoten, dem Schrittmacher des Herzens. Die Senkung der Frequenz gibt dem Herzmuskel mehr Zeit zur Füllung und senkt seinen Sauerstoffbedarf, ohne den Blutdruck oder die Kontraktionskraft zu beeinflussen. Angewendet wird es bei stabiler Angina pectoris und bei chronischer Herzinsuffizienz mit hoher Ruhefrequenz.
Die Einnahme erfolgt zu einer Mahlzeit, wodurch die Aufnahme berechenbarer wird. Grapefruit und Grapefruitsaft werden gemieden, da sie den Blutspiegel des Wirkstoffs erhöhen, ebenso bestimmte Antimykotika, Makrolid-Antibiotika und andere Enzymhemmer. Kurze Aufhellungen im Gesichtsfeld sind eine bekannte Wirkung derselben Kanäle in der Netzhaut und klingen meist ab; sie sind vor allem beim Fahren bei Nacht von Bedeutung. Ein Abfall der Herzfrequenz ist zu erwarten und wird über die Zeit verfolgt.
Ärztliche Hilfe ist erforderlich bei einem sehr langsam werdenden Ruhepuls, bei Ohnmacht, ausgeprägtem Schwindel oder Atemnot sowie bei unregelmäßig werdendem Herzschlag. Auch eine anhaltende statt flüchtige Sehstörung erfordert eine Abklärung.
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