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Lipidprofil

Nicht-HDL-Cholesterin

Allgemeine Referenz: 0–3.8 mmol/L

Was er zeigt

Das Nicht-HDL-Cholesterin ist das Gesamtcholesterin abzüglich des HDL-Cholesterins, also ein berechneter Wert und keine eigene Messung. Es summiert das Cholesterin, das von allen potenziell atherogenen Partikeln transportiert wird, einschließlich LDL, Remnant-Partikeln und Lipoproteinen sehr niedriger Dichte. Im Lipidprofil dient es als Zusammenfassung der Lipidlast, die sich in den Arterienwänden ansammeln kann.

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Hohe und niedrige Werte

Ein höheres Nicht-HDL-Cholesterin begleitet am häufigsten ein erhöhtes LDL-Cholesterin, erhöhte Triglyceride oder ein niedriges HDL-Cholesterin und weist auf eine an gesättigten Fetten reiche Ernährung, Adipositas, Insulinresistenz, eine Schilddrüsenunterfunktion, eine Nieren- oder Lebererkrankung oder eine erbliche Fettstoffwechselstörung hin. Niedrigere Werte spiegeln meist ein günstiges Lipidmuster wider, können aber auch Folge von Mangelernährung, Malabsorption, einer Schilddrüsenüberfunktion oder einer schweren Erkrankung sein. Da es aus zwei anderen Ergebnissen abgeleitet ist, wird ein unerwarteter Wert durch Wiederholung des gesamten Profils überprüft und ärztlich beurteilt.

Was das Ergebnis beeinflusst

Jeder Fehler und jede physiologische Verschiebung beim Gesamt- oder HDL-Cholesterin geht unmittelbar in diesen Wert ein, und eine akute Erkrankung, eine kürzliche Gewichtsveränderung oder eine Schwangerschaft verschieben es. Anders als das berechnete LDL-Cholesterin bleibt es bei hohen Triglyceriden verwertbar, und genau darin liegt sein größter Wert. Es wird zusammen mit Gesamtcholesterin, HDL-Cholesterin, LDL-Cholesterin und Triglyceriden gelesen und verläuft eng parallel zu Apolipoprotein B.

Referenzbereiche sind allgemeine Erwachsenenwerte und hängen von Labor, Testmethode, Alter und Geschlecht ab. Zur Orientierung, nicht zur Diagnose — besprechen Sie die Ergebnisse mit Ihrem Arzt.