Magnesium erfasst die Serumkonzentration eines Mineralstoffs, der als Cofaktor in Hunderten von Enzymreaktionen wirkt und die Erregbarkeit von Nerven und Herzmuskulatur stabilisiert. Der größte Teil des Magnesiums im Körper liegt in den Zellen und im Knochen, sodass das Serum nur einen kleinen Anteil abbildet. Der Wert sagt vor allem etwas über die Aufnahme im Darm und die Handhabung durch die Nieren aus.
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Ein erniedrigtes Magnesium folgt am häufigsten auf eine geringe Zufuhr, chronischen Alkoholkonsum, Durchfall oder Malabsorption, Schleifen- und Thiaziddiuretika oder eine langfristige Einnahme von Protonenpumpenhemmern. Erhöhte Werte sind seltener und spiegeln am häufigsten eine verminderte renale Clearance oder magnesiumhaltige Antazida und Abführmittel wider. Ein niedriges Magnesium kann selbst verhindern, dass sich Calcium und Kalium normalisieren, weshalb es bestimmt wird, wenn diese sich nicht korrigieren lassen. Ein einzelner Wert außerhalb des Referenzbereichs erfordert eine Kontrolle und eine ärztliche Beurteilung.
Eine Hämolyse in der Probe erhöht den Wert fälschlich, da Erythrozyten magnesiumreich sind, und ein normaler Serumspiegel schließt entleerte intrazelluläre Speicher nicht aus. Eine kurz zuvor erfolgte Supplementierung oder Einnahme von Antazida verschiebt das Ergebnis nach oben. Magnesium wird zusammen mit Kalium, Calcium (gesamt und ionisiert), Phosphor und der Nierenfunktion beurteilt.
Referenzbereiche sind allgemeine Erwachsenenwerte und hängen von Labor, Testmethode, Alter und Geschlecht ab. Zur Orientierung, nicht zur Diagnose — besprechen Sie die Ergebnisse mit Ihrem Arzt.