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Lipidprofil

Lipoprotein(a)

Allgemeine Referenz: 0–30 mg/dL

Was er zeigt

Lipoprotein(a) erfasst ein bestimmtes cholesterintransportierendes Partikel, das dem LDL ähnelt, aber zusätzlich ein daran gebundenes Protein trägt, das Apolipoprotein(a). Seine Konzentration ist weitgehend erblich festgelegt und bleibt über das Leben hinweg recht stabil, sodass es für eine ererbte Komponente des kardiovaskulären Risikos steht und nicht für die aktuelle Ernährung oder Lebensweise. Gemessen wird es in der Regel einmalig, um das Ausgangsrisiko einer Person neben dem übrigen Lipidbild einzuordnen.

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Hohe und niedrige Werte

Erhöhte Werte spiegeln am häufigsten die erbliche Variante wider, die mehr von diesem Partikel bildet, und sind auf Bevölkerungsebene mit einer früheren atherosklerotischen Erkrankung der Herzkranzarterien und mit einer Verengung der Aortenklappe verbunden. Die Werte können außerdem bei einer Nierenerkrankung, bei einer Schilddrüsenunterfunktion und nach der Menopause ansteigen. Niedrige Werte haben keine anerkannte gesundheitliche Bedeutung und gelten nicht als Befund. Ein erhöhtes Ergebnis beschreibt ein langfristiges Risiko und kein laufendes Ereignis und gehört in ein ärztliches Gespräch über das Gesamtbild des Risikos.

Was das Ergebnis beeinflusst

Die Konzentration reagiert kaum auf Nüchternheit, Tageszeit oder eine kurz zurückliegende Mahlzeit, doch eine aktuelle entzündliche Erkrankung oder Infektion kann sie vorübergehend anheben, sodass bei einem hohen Ergebnis, das während einer Krankheit erhoben wurde, eine einmalige Wiederholung nach vollständiger Genesung sinnvoll ist. Die Testverfahren unterscheiden sich darin, ob sie die Masse oder die Partikelzahl angeben, was Ergebnisse verschiedener Labore schwer direkt vergleichbar macht. Gelesen wird der Wert neben dem LDL-Cholesterin, dem Nicht-HDL-Cholesterin und dem Apolipoprotein B, da diese die Last atherogener Partikel beschreiben, zu der dieses Partikel hinzukommt.

Referenzbereiche sind allgemeine Erwachsenenwerte und hängen von Labor, Testmethode, Alter und Geschlecht ab. Zur Orientierung, nicht zur Diagnose — besprechen Sie die Ergebnisse mit Ihrem Arzt.