← Zurück zu allen Markern
Lipidprofil

LDL-Cholesterin

Allgemeine Referenz: 0–3 mmol/L

Was er zeigt

Das LDL-Cholesterin ist das Cholesterin, das von Lipoproteinen niedriger Dichte transportiert wird — jenen Partikeln, die Cholesterin von der Leber zu den Geweben bringen. Es wird ausgewiesen, weil genau diese Partikel sich in den Arterienwänden ablagern; der Wert steht damit dafür, wie viel Cholesterin in atherogener Form transportiert wird. In den meisten Laboren wird es aus den übrigen Lipidmessungen berechnet und nicht direkt gemessen.

Für diesen Marker liegen noch keine Werte vor.

Hohe und niedrige Werte

Ein höheres LDL-Cholesterin spiegelt am häufigsten Ernährung, Körpergewicht, Genetik und körperliche Aktivität im Zusammenspiel wider, und deutlich hohe Werte werfen die Frage einer familiären Hypercholesterinämie auf, besonders wenn Verwandte früh betroffen waren. Es steigt außerdem bei unbehandelter Schilddrüsenunterfunktion, bei Nierenerkrankungen mit Eiweißverlust, bei Cholestase und unter bestimmten Medikamenten. Niedrige Werte sind meist unauffällig, sehr niedrige Ergebnisse können jedoch mit Mangelernährung, einer Lebererkrankung, einer Schilddrüsenüberfunktion oder einer erblichen Konstellation einhergehen. LDL-Cholesterin ist ein Risikomarker, keine Diagnose; was ein einzelner Wert bedeutet, hängt vom gesamten kardiovaskulären Risiko ab und gehört ins ärztliche Gespräch.

Was das Ergebnis beeinflusst

Moderne Berechnungsformeln kommen auch mit einer nicht nüchternen Probe aus, doch eine kurz zuvor eingenommene fettreiche Mahlzeit und hohe Triglyceride machen den berechneten Wert weniger verlässlich, und eine akute Erkrankung, eine Verletzung oder eine Schwangerschaft verschieben die Lipide über Wochen. Gelesen wird es zusammen mit Gesamtcholesterin, HDL-Cholesterin, Triglyceriden, Nicht-HDL-Cholesterin, Apolipoprotein B und Lipoprotein(a), die die Partikelzahl und das erbliche Risiko beschreiben, welche das LDL-Cholesterin allein übersehen kann. Es ist auch der Wert, der unter lipidsenkender Behandlung wie mit Statinen und Ezetimib verfolgt wird.

Referenzbereiche sind allgemeine Erwachsenenwerte und hängen von Labor, Testmethode, Alter und Geschlecht ab. Zur Orientierung, nicht zur Diagnose — besprechen Sie die Ergebnisse mit Ihrem Arzt.