← Zurück zu allen Markern
Eisenstoffwechsel

Serumeisen

Was er zeigt

Das Serumeisen erfasst das im Blut zirkulierende Eisen, das an Transferrin gebunden ist, jenes Protein, das es zum Knochenmark und zu anderen Geweben transportiert. Es bildet ab, was zum Zeitpunkt der Blutentnahme unterwegs ist, nicht das, was der Körper gespeichert hat. Aus diesem Grund ist es ein Teil eines Eisenpanels und kein eigenständiges Maß für den Eisenstatus.

Für diesen Marker liegen noch keine Werte vor.

Hohe und niedrige Werte

Erniedrigte Werte finden sich am häufigsten bei Eisenmangel durch Blutverlust, unzureichende Zufuhr oder gestörte Aufnahme, ebenso bei Infektionen und Entzündungen, die Eisen aus dem Kreislauf abziehen, ohne dass ein echter Mangel besteht. Erhöhte Werte folgen am häufigsten auf Eisenpräparate oder Transfusionen und können bei Zuständen mit Eisenüberladung oder bei einer Leberzellschädigung mit Freisetzung von Speichereisen auftreten. Da der Wert von Tag zu Tag stark schwankt, ist die Richtung aussagekräftiger als ein einzelner Zahlenwert, und die Beurteilung stützt sich auf das Panel als Ganzes. Ein unerwartetes Ergebnis ist ein Grund, die Bestimmung zu wiederholen und mit einer Ärztin oder einem Arzt zu sprechen.

Was das Ergebnis beeinflusst

Eisen folgt einem Tagesrhythmus mit höheren Werten am Morgen und einem Abfall im Tagesverlauf, daher erfolgt die Blutentnahme in der Regel morgens nach nächtlicher Nüchternheit; orale Eisenpräparate, Multivitaminpräparate und kurz zurückliegende Mahlzeiten können den Wert für Stunden deutlich anheben, und eine Hämolyse der Probe täuscht zu hohe Werte vor. Die Beurteilung erfolgt gemeinsam mit dem Ferritin, das die Speicher abbildet, sowie mit dem Transferrin, der Gesamteisenbindungskapazität und der Transferrinsättigung, jenem Quotienten, der diagnostisch am meisten Gewicht trägt.

Referenzbereiche sind allgemeine Erwachsenenwerte und hängen von Labor, Testmethode, Alter und Geschlecht ab. Zur Orientierung, nicht zur Diagnose — besprechen Sie die Ergebnisse mit Ihrem Arzt.