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Leber

GGT

Was er zeigt

Die GGT, die Gamma-Glutamyltransferase, ist ein Enzym, das in den Zellen konzentriert ist, die die kleinen Gallengänge der Leber auskleiden, und in geringerem Maß in Niere und Bauchspeicheldrüse. Die Blutwerte steigen, wenn der Gallenfluss behindert ist oder wenn die Bildung des Enzyms durch Substanzen angeregt wird, die die Leber verarbeitet. Sie ist das empfindlichste der routinemäßig bestimmten Leberenzyme und zugleich das am wenigsten spezifische.

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Hohe und niedrige Werte

Erhöhte Werte weisen am häufigsten auf einen behinderten oder trägen Gallenfluss, auf eine Fettlebererkrankung oder auf eine Induktion des Enzyms durch regelmäßigen Alkoholkonsum oder durch Arzneimittel wie Antikonvulsiva hin. Eine Erhöhung ist außerdem ein häufiger Zufallsbefund bei Übergewicht, Diabetes und Herzinsuffizienz. Niedrige Werte haben keine klinische Bedeutung. Da die Ursachen so vielfältig sind, ist eine Erhöhung ein Signal, das übrige Leberprofil ärztlich mitbeurteilen zu lassen, und kein Befund für sich.

Was das Ergebnis beeinflusst

Alkohol in den Tagen vor der Blutentnahme ist der mit Abstand häufigste Grund für einen unerwarteten Anstieg, und das Enzym fällt nach dem Ende der Zufuhr nur langsam, über Wochen, wieder ab. Das Körpergewicht und einige verordnete Arzneimittel verschieben es unabhängig von einer Lebererkrankung. Ihren wesentlichen praktischen Nutzen hat die GGT neben der alkalischen Phosphatase: Ein Anstieg beider Werte deutet auf die Gallengänge hin, während eine normale GGT dafür spricht, dass die alkalische Phosphatase aus dem Knochen stammt.

Referenzbereiche sind allgemeine Erwachsenenwerte und hängen von Labor, Testmethode, Alter und Geschlecht ab. Zur Orientierung, nicht zur Diagnose — besprechen Sie die Ergebnisse mit Ihrem Arzt.