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Entzündung

Blutsenkungsgeschwindigkeit

Was er zeigt

Die Blutsenkungsgeschwindigkeit misst, wie schnell die roten Blutkörperchen in einer Blutsäule innerhalb einer Stunde absinken. Das Absinken beschleunigt sich, wenn Plasmaproteine, vor allem Fibrinogen und Immunglobuline, die Zellen aneinanderlagern lassen; der Test ist damit ein indirekter und träger Entzündungsmarker. Er zeigt an, dass etwas vorliegt, nicht was.

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Hohe und niedrige Werte

Eine erhöhte Senkungsgeschwindigkeit begleitet am häufigsten Infektionen, Gewebeschädigungen sowie chronisch entzündliche und autoimmune Erkrankungen und kann bei einigen rheumatologischen und hämatologischen Erkrankungen deutlich hoch sein. Sie steigt außerdem bei Anämie, in der Schwangerschaft, mit zunehmendem Alter und schlicht mit dem zeitlichen Abstand zum entzündlichen Auslöser, da sie dem Ereignis um Tage hinterherhinkt. Niedrige Werte haben für sich genommen wenig Aussagekraft und finden sich gelegentlich bei Polyzythämie oder bei veränderter Form der roten Blutkörperchen.

Was das Ergebnis beeinflusst

Das Ergebnis hängt davon ab, wie lange die Probe vor der Analyse gestanden hat, von der Temperatur sowie von Zahl und Form der roten Blutkörperchen, daher sollte ein grenzwertiger Wert nicht überbewertet werden. Die Beurteilung erfolgt neben dem C-reaktiven Protein, das innerhalb von Stunden reagiert und rasch abfällt, und neben dem Fibrinogen, das eines der Proteine ist, die die Senkung tatsächlich antreiben; eine Ärztin oder ein Arzt liest die drei Werte gegen das klinische Bild.

Referenzbereiche sind allgemeine Erwachsenenwerte und hängen von Labor, Testmethode, Alter und Geschlecht ab. Zur Orientierung, nicht zur Diagnose — besprechen Sie die Ergebnisse mit Ihrem Arzt.