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Lipidprofil

Gesamtcholesterin

Allgemeine Referenz: 0–5.2 mmol/L

Was er zeigt

Das Gesamtcholesterin ist die Summe des Cholesterins, das in allen Lipoproteinpartikeln des Blutes transportiert wird — vor allem in LDL und HDL, mit einem kleineren Beitrag triglyceridreicher Partikel. Cholesterin selbst ist ein Strukturbestandteil der Zellmembranen und eine Vorstufe von Gallensäuren, Steroidhormonen und Vitamin D. Der Wert ist eine grobe Zusammenfassung des Lipidtransports und des langfristigen kardiovaskulären Risikos.

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Hohe und niedrige Werte

Erhöhte Werte spiegeln am häufigsten eine Kombination aus Ernährung und Genetik wider, und deutlich hohe Ergebnisse werfen die Frage einer familiären Hypercholesterinämie auf; auch eine Schilddrüsenunterfunktion, eine Cholestase, ein nephrotisches Syndrom, ein schlecht eingestellter Diabetes und einige Arzneimittel erhöhen es. Niedrige Werte sind seltener für sich genommen bedenklich, können aber mit einer Schilddrüsenüberfunktion, einer Lebererkrankung, einer Malabsorption oder einer schweren Erkrankung einhergehen. Da der Gesamtwert atherogene und schützende Fraktionen vermischt, kann ein normales Gesamtcholesterin ein niedriges HDL-Cholesterin oder ein hohes LDL-Cholesterin verbergen, und ein erhöhter Wert ist für sich allein keine Diagnose. Ärztlich wird es im Zusammenhang mit dem gesamten kardiovaskulären Risiko beurteilt.

Was das Ergebnis beeinflusst

Die Werte verschieben sich bei kürzlich durchgemachten Erkrankungen, in der Schwangerschaft, bei Gewichtsveränderungen und je nach Schilddrüsenstatus und fallen in den Wochen nach einer akuten Infektion oder einem Herzinfarkt vorübergehend ab; Körperhaltung und eine verlängerte Stauzeit können sie leicht nach oben verschieben. Statine wie Atorvastatin und Rosuvastatin senken es, während einige Antipsychotika und Antidepressiva es erhöhen. Das Gesamtcholesterin wird zusammen mit LDL-Cholesterin, HDL-Cholesterin, Triglyceriden und Nicht-HDL-Cholesterin gelesen, ergänzt um Apolipoprotein B oder Lipoprotein(a), wenn die Risikoabschätzung eine feinere Auflösung erfordert.

Referenzbereiche sind allgemeine Erwachsenenwerte und hängen von Labor, Testmethode, Alter und Geschlecht ab. Zur Orientierung, nicht zur Diagnose — besprechen Sie die Ergebnisse mit Ihrem Arzt.