← Zurück zu allen Markern
Leber

ALT

Was er zeigt

Die ALT, die Alanin-Aminotransferase, ist ein Enzym, das im Inneren der Leberzellen konzentriert ist, wo es am Aminosäurestoffwechsel beteiligt ist. Der Bluttest erfasst die Menge, die aus diesen Zellen ausgetreten ist, sodass er als Marker für die Unversehrtheit der Leberzellen gelesen wird und nicht für die Leberfunktion insgesamt. Kleinere Mengen stammen aus Muskel- und Nierengewebe.

Für diesen Marker liegen noch keine Werte vor.

Hohe und niedrige Werte

Eine erhöhte ALT weist am häufigsten auf eine Reizung oder Schädigung der Leberzellen hin: Fettleber, Alkohol, eine Virushepatitis oder eine Reaktion auf ein Arzneimittel oder ein Nahrungsergänzungsmittel gehören zu den üblichen Erklärungen, und leichte, vorübergehende Erhöhungen sind häufig. Stärkere Anstiege begleiten eher akutere Leberschädigungen. Niedrige Ergebnisse haben wenig klinisches Gewicht und werden gelegentlich mit einem Vitamin-B6-Mangel in Verbindung gebracht. Ein einzelner Wert außerhalb des Referenzbereichs ist ein Grund, den Test zu wiederholen und das Ergebnis ärztlich besprechen zu lassen, und für sich genommen kein Befund.

Was das Ergebnis beeinflusst

Anstrengende körperliche Belastung in den Tagen vor der Blutentnahme, kurz zurückliegender Alkoholkonsum, das Körpergewicht und viele gebräuchliche Arzneimittel – darunter Paracetamol, Ibuprofen, Diclofenac und andere Entzündungshemmer – können das Ergebnis verschieben, ebenso eine hämolysierte Probe. Die ALT wird selten allein beurteilt: Sie wird neben AST, GGT, alkalischer Phosphatase, Gesamt- und direktem Bilirubin, Albumin und Gesamtprotein gelesen, und das Muster über diese Werte hinweg sagt mehr aus als ein einzelnes Enzym.

Referenzbereiche sind allgemeine Erwachsenenwerte und hängen von Labor, Testmethode, Alter und Geschlecht ab. Zur Orientierung, nicht zur Diagnose — besprechen Sie die Ergebnisse mit Ihrem Arzt.