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Leber

Alkalische Phosphatase

Allgemeine Referenz: 40–130 U/L

Was er zeigt

Die alkalische Phosphatase ist ein Enzym, das in vielen Geweben vorkommt, am reichlichsten in den Gallengängen der Leber und in den knochenbildenden Zellen. Die Blutwerte spiegeln den gemeinsamen Beitrag dieser beiden Quellen wider, mit kleineren Anteilen aus dem Darm und, in der Schwangerschaft, aus der Plazenta. Sie steht zugleich für den Gallenfluss und für den Knochenumbau, weshalb sie nie allein gelesen wird.

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Hohe und niedrige Werte

Erhöhte Werte stammen am häufigsten entweder aus einem behinderten Gallenfluss, sei es innerhalb der Leber oder in den größeren Gängen, oder aus einer gesteigerten Knochenaktivität, wie bei heilenden Frakturen, bei Vitamin-D-Mangel oder bei Morbus Paget. Ein mäßiger Anstieg ist in der Schwangerschaft normal, und deutliche Anstiege sind bei Kindern und Jugendlichen normal, deren Knochen wachsen. Niedrige Werte sind selten und können mit einer Schilddrüsenunterfunktion, einem Zinkmangel oder einem seltenen erblichen Enzymmangel einhergehen. Ein Ergebnis außerhalb des Referenzbereichs ist ein Ausgangspunkt für die ärztliche Klärung, aus welchem Gewebe es stammt.

Was das Ergebnis beeinflusst

Eine fettreiche Mahlzeit kurz vor der Blutentnahme kann den Wert anheben, weshalb der Test in der Regel nüchtern erfolgt, und Blutgruppe wie Alter beeinflussen beide den Ausgangswert. Die Herkunft wird über die GGT getrennt, die bei der Leberform ansteigt, bei der Knochenform dagegen nicht, und bei der Abklärung eines Gallengangsproblems wird der Wert neben Bilirubin, ALT und AST beurteilt.

Referenzbereiche sind allgemeine Erwachsenenwerte und hängen von Labor, Testmethode, Alter und Geschlecht ab. Zur Orientierung, nicht zur Diagnose — besprechen Sie die Ergebnisse mit Ihrem Arzt.